Einige Teaser aus dem Buch...

Günter Thönnessen saß von 1989 bis 2004 für die SPD im Stadtrat und war von 2004 bis 2015 Bürgermeister in Viersen.

Welche Erinnerungen an den "Monte" haben Sie?

Als der gebaut wurde, war ich schon Student. Er lag in der geographischen Mitte von Alt-Viersen, und war schon deshalb als Treffpunkt prädestiniert. Hinzu kamen zwei Viersener Institutionen in der Nähe: Café Hammanns, das nicht meine Preisklasse war, und Eiscafé Bortolot, immer sehr gut besucht von den Schülern. Wenn man am "Monte" saß, kam immer irgendjemand vorbei. Ich habe dort auch gesessen, wenn ich während des Studiums mal wieder in Viersen war. Insbesondere für junge Leute war es ein funktionierender Kommunikationspunkt. Denn damals waren ja auch noch das Jungengymnasium an der Wilhelmstr. und das Mädchengymnasium auf der Lindenstr. Und schon aus der Verlegenheit der Frage heraus „wo trifft man sich?“ ergab sich ein Reiz diese Punktes.

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Rollstuhlbahn
 Petra Breuer-Küppers

Früher stand in der Nähe des "Monte" ein Altenheim (Maria Hilf). Ich ging damals (1974) auf das Mädchengymnasium, in die 5. oder 6. Klasse, an der Lindenstraße und hatte gemeinsam mit Freunden eine "Bande" gegründet, die alte Menschen in eben diesem Altenheim besuchte. Eine sehr nette alte Dame musste dann unter meiner Begeisterung für den "Monte" leiden: ...

Kinderfünfkampf

Roland Schlößer

Ich bin auf dem Remigiusplatz aufgewachsen und als Kind den Monte rauf und runter gesprungen. Als Kind musste man bei einem Stadtbummel in Viersen doch fünf Dinge tun. Erstens um die Mauer am Remigiusbrunnen laufen und bestenfalls wie ich im Brunnen ausrutschen. Danach einmal das Hügelchen an der Lichtsäule kurz vor Lamp hinauflaufen und beim runterlaufen die Tauben verjagen ...

Viersen

Markus Orths

Wie vier, nicht wie wirr, also 4sen, nicht wirrsen, Nummern­schild VIE, „Verlierer im Ein­satz“, so die anderen, eingebettet in typisch niederrheinische Land­schaft, nahe beim geraden, engen Fluss mit Namen Niers, der am Schnürchen vor sich hinläuft, Pappelreihen wie Nähte, fein säuberlich, und dann das Flache, das Sanfte, das Beruhigende, die klare, nicht kalte Kargheit, ohne Er­hebung, doch, eine Erhe­bung, da, im Mittelpunkt der Stadt, ich sehe sie noch vor mir, ein Berg, ein veritabler Berg, wir nann­ten ihn „Monte“, wie es sich für einen Berg gehört, mitten in der Stadt, ...