Rezension LVR-Institut:

"Torsten Eßer hat diesem Ort ein Buch gewidmet: der erste Teil ist eine sehr gut recherchierte und dargestellte Geschichte des Bauwerks, verbunden mit der Darstellung der Diskussionen, die dieser Ort in der Viersener Stadtgesellschaft auslöste. Integriert in das lokale Beispiel Viersen ist eine bisher ungeschriebene Geschichte der Fußgängerzone, auch hierfür gebührt Eßer großer Dank. …

Der zweite Teil versammelt persönliche Erinnerungen, Geschichten, Zeichnungen und Fotos rund um den Monte Quasselino. Hier hat der Autor wirkliche Schätze zusammengebracht, zeigt anhand privater, alltäglicher Quellen und persönlicher Erinnerungen die Bedeutungen, die der Monte Quasselino für die Menschen in Viersen hatte, vor allem für die Generation des Autors, der von sich selbst schreibt, er habe die „wilden Jahre“ am Monte selbst erlebt. Für ihn war dieser Ort ein Treffpunkt mit Freunden, ein Ort für Jugendliche, des Erwachsenwerdens.


Vielleicht ist es dem Autor und auch den Beiträgerinnen und Beiträgern erst in dem Moment klar geworden, als sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben und in alten Fotos geblättert haben: Der Monte Quasselino ist ein klassischer Erinnerungsort: auch, wenn er nicht mehr existiert, regt er zum Austausch, zum Reden, zur Kommunikation an und ruft Erinnerungen an eine wichtige Zeit in der eigenen Biographie hervor. Sehr schön gemacht ist die Trennung der beiden Teile durch einen Kniff beim Satz: Dieses Buch ist von vorne wie von hinten lesbar.“

Quelle: ALLTAG IM RHEINLAND. Mitteilungen der Abteilungen Sprache und Volkskunde des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte (ILR), 2018, S. 108-109.

Aus dem Inhalt:

Teil I:

Vorwort

Die Geschichte des "Monte Quasselino" und der Viersener Fußgängerzone (1971-1996)

Die Erfindung der Fußgängerzonen

Viersen: Platz freigebombt, "Zähne" gezogen

Planung und Bau der Viersener Fußgängerzone

Das INGESTA-Gutachten

Der Beschluß

1973: Das entscheidende Jahr

Gezerre um den Baubeginn

Interview: Georg Penker

Das Kind bekommt einen Namen

Abschied vom Auto

Der zweite Abschnitt der Fußgängerzone

Exkurs: Fußgängerzonen in Dülken und Süchteln

Der "Ersatz-Monte"

Diskussionen, Umfragen und Helmut Kohl

Monte Krawallo?

Ein Steinwurf

Exkurs: Jugendszenen in den 1970er und 1980ern

Interview: Gundolf Bork

Leserbriefgefechte

"Frieden fängt am Monte an"

Interview: Jochen Häntsch

Interview: Fritz Meies

Ausbau im Norden und Süden

Der Anfang vom Ende

Jung gegen alt, alle gegen alle

Interview: Günter Thönnessen

Abschied von einem Wahrzeichen

Das Ergebnis: "Monte to go"

Ausblick: Die Fußgängerzone der Zukunft

Teil II enthält persönliche Geschichten, noch mehr Fotos uvm...

 


Datenschutzerklärung